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Ein Vorwort...

Hier werden Sie Informationen zu unserer Kirche und ihren berühmten Wandmalereien, sowie zu anderen Sehenswürdigkeiten unserer Gemeinde finden. Im Moment befindet sich dieser Bereich in der Aufbauphase. Vielen Dank fürs Vorbeischauen!

Die Dorfkirche von Waltensburg/Vuorz


Die Kirche mit dem neuen Schindeldach (Foto: Januar 2010)

Wer sich auf der Suche nach mystischen Bildern befindet, wird sich früher oder später mit dieser unserer Kirche befassen wollen. Die Bilder eines unbekannten Künstlers aus dem 14. Jahrhundert, der an verschiedenen Orten im Kanton Graubünden gemalt hat, machen unsere Kirche bis über die Landesgrenzen hinweg berühmt. Er wird unter Fachleute „Waltensburger Meister“ genannt, weil das Hauptwerk unter den erhaltenen Werken hier zu bestaunen ist, eine Darstellung der Passion Jesu Christi. Er beherrschte die Freskotechnik, so dass seine Farben noch heute intensiv leuchten. Sein Kompositionstalent und die symbolische Sprache voller Mystik und Poesie sind faszinierend. Neben der Passion, die fast die gesamte Nordwand einnimmt, sind von ihm auch andere Fresken erhalten, innen und aussen.
Die Fresken des Waltensburger Meisters sind die ältesten von der hiesigen Kirche (um 1330), aber nicht die einzigen Bilder. Es gibt solche aus der Zeit um 1380, nämlich einen Margarethenzyklus und eine Darstellung des Eremiten Antonius. Aus der Zeit von 1450/51 sind die Malereien, welche den gesamten Chor schmücken. Diese stammen von demselben Künstler, der auch die Kapelle s. Sievi (Eusebius) in Brigels ausgemalt hat. Und schliesslich gibt es noch einen Christophorus, der noch kurz vor der Reformation an die Aussenwand des Chores gemalt wurde.
Waltensburg hat schon früh die Reformation angenommen (ca. im Jahre 1526). Bis heute stellt unser Dorf eine kleine evangelische Enklave in der oberen Surselva dar. Alle Bilder waren deshalb jahrhundertelang mit einer dicken Kalkschicht überzogen und in Vergessenheit geraten, bis man sie anfangs des 20. Jahrhunderts wieder entdeckte. 1933/34 wurden sie zum grossen Teil restauriert, in den 1970er Jahren dann umfassend freigelegt und gesichert.
Die Kirche ist aber nicht nur wegen der Malereien sehenswürdig. Wer sich die Zeit nimmt und sich einlassen kann, wird innen wie aussen anregende Zeugnisse religiösen Fühlens und spirituellen Lebens entdecken. Die Kirche wird bis im September 2010 renoviert, mit einigen Einschränkungen ist zu rechnen.

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